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Bewertungen sammeln 11.09.2026 • 6 Min. Lesezeit

Von der Redaktion Trufy • zuletzt geprüft am 11.09.2026

NFC-Karte für Google-Bewertungen einrichten

Eine NFC-Karte für Google-Bewertungen richten Sie in zwei Schritten ein: Sie holen den Rezensionslink aus Ihrem Google-Unternehmensprofil und schreiben diesen Link auf den NFC-Chip der Karte. Danach genügt es, dass ein Gast sein Handy an die Karte hält — die Bewertungsseite Ihres Betriebs öffnet sich. Wer die Karten bei Trufy bestellt, überspringt den zweiten Schritt: Sie werden vor dem Versand auf das Profil des Kunden programmiert. Diese Seite zeigt beide Wege, den Test vor dem ersten Einsatz und die typischen Gründe, warum ein Handy nicht reagiert.

Was Sie brauchen, bevor Sie loslegen

Die Einrichtung dauert wenige Minuten, wenn drei Dinge bereitliegen. Ohne bestätigtes Unternehmensprofil gibt es keinen Rezensionslink — das Profil ist die Grundlage für alles Weitere und für Unternehmen kostenfrei.

  • Ein bestätigtes Google-Unternehmensprofil, auf das Sie Zugriff haben. Die IHK beschreibt es als eines der einfachsten kostenfreien Werkzeuge für Sichtbarkeit in der Suche und auf Google Maps.
  • Einen Computer mit Browser. Den QR-Code zum Anfordern von Rezensionen erzeugt Google nur im Computerbrowser, nicht auf dem Mobilgerät.
  • Die Karten selbst. Bei Trufy sind das Karten im Scheckkartenformat 85,5 × 54 mm mit NFC-Chip NTAG213 und zusätzlichem QR-Code.

Schritt 1: Den Rezensionslink aus dem Profil holen

Google stellt im Unternehmensprofil eine eigene Funktion bereit, um einen Link oder QR-Code zum Anfordern von Rezensionen zu erstellen. Gedacht ist er ausdrücklich für Kunden-E-Mails, gedruckte Medien und Belege — eine Karte am Tresen fällt genau in diese Kategorie.

  • Rufen Sie Ihr Unternehmensprofil am Computer auf.
  • Öffnen Sie „Rezensionen lesen“.
  • Wählen Sie „Mehr Rezensionen erhalten“.
  • Übernehmen Sie den Link über „Kopieren“.

Diesen einen Link brauchen Sie für alles: für die Karte, für die Signatur in der E-Mail, für den Aufkleber an der Kasse. Wie Sie ihn prüfen und sauber weitergeben, steht ausführlicher unter Google-Bewertungslink erstellen.

Schritt 2: Den Link auf den Chip bringen

Auf dem Chip liegt kein Programm und keine App, sondern ein kurzer Datensatz im Format NDEF. Android liest den ersten Datensatz, erkennt die enthaltene Adresse und öffnet sie direkt — deshalb landet der Gast ohne Umweg auf der Bewertungsseite. Ist der Chip leer oder falsch formatiert, passiert dagegen nichts Sichtbares: Das ist der klassische Fall „Karte tut nichts“.

Platz ist genug vorhanden. Der NTAG213 bietet 144 Byte Nutzerspeicher und ist konform zum NFC Forum Type 2 Tag — für eine Adresse reicht das mit Abstand. Wichtig ist nur, dass genau eine Adresse darauf steht und nicht mehrere Datensätze durcheinander.

Der Chip trägt nur einen Link. Was der Gast auf der Bewertungsseite schreibt, entscheidet er selbst. Eine Karte, die vorher zwischen zufriedenen und unzufriedenen Gästen sortiert oder eine Bewertung belohnt, ist keine Bewertungskarte, sondern ein Risiko für Ihr Profil.

Bei Trufy entfällt dieser Schritt. Die Karten werden vor dem Versand auf das Google-Profil des Kunden programmiert und kommen einsatzbereit an. Details dazu stehen auf der Seite Google-Bewertungskarte mit NFC.

Kann jemand die Karte überschreiben?

Technisch ist ein NFC-Chip beschreibbar, solange er offen ist. Die NTAG-Reihe bietet dafür zwei Schutzmechanismen: eine feldprogrammierbare Read-only-Sperre und einen konfigurierbaren Passwortschutz, bei dem sich die Zahl der Fehlversuche begrenzen lässt. Wer Karten selbst beschreibt und sie danach frei im Gastraum liegen lässt, sollte den Schutz setzen, bevor die Karten in den Einsatz gehen.

Vor dem ersten Gast: Karte mit beiden Systemen testen

Testen Sie mit einem Android-Gerät und einem iPhone, bevor die Karten auf den Tisch kommen. NFC ist eine Kurzstreckenfunktechnik und braucht für den Verbindungsaufbau typischerweise vier Zentimeter Abstand oder weniger — das Handy muss also wirklich aufliegen, nicht daneben.

  • Samsung Galaxy: NFC einschalten unter Einstellungen → Verbindungen → „NFC und kontaktlose Zahlungen“.
  • Google Pixel: Einstellungen → Verbundene Geräte → Verbindungseinstellungen → NFC → „NFC verwenden“ aktivieren.
  • Andere Android-Geräte: NFC über die Schnelleinstellungen oder die Suche in den Einstellungen aktivieren; die Schritte unterscheiden sich je nach Gerät.
  • iPhone: Es gibt nichts einzuschalten. Neuere iPhones lesen Tags im Hintergrund, solange der Bildschirm an ist, und zeigen eine Benachrichtigung, über die sich der Inhalt öffnen lässt. Eine App ist dafür nicht nötig.

Welche Geräte mitspielen und wo die Grenzen liegen, steht ausführlich unter Funktioniert eine NFC-Bewertungskarte mit jedem Handy?.

Das Handy reagiert nicht — die häufigsten Ursachen

  • Falsche Halteposition: Die NFC-Antenne sitzt je nach Modell an unterschiedlicher Stelle. Samsung zeigt die Lage der Antenne und die richtige Platzierung direkt in den NFC-Einstellungen an.
  • Die Hülle: Cover von Drittanbietern stören die Antenne, besonders magnetische Hüllen mit Kartenfach. Bei leuchtendem LED-Cover funktioniert NFC gar nicht.
  • NFC ist aus: Der erste Lösungsschritt ist, NFC aus- und wieder einzuschalten.
  • Der Chip ist nicht lesbar beschrieben: Ohne gültigen NDEF-Datensatz mit Adresse startet auf Android keine Aktion, das Gerät meldet den Tag nur als vorhanden.

Für alle Fälle, in denen ein Gerät gar kein NFC hat, bleibt der QR-Code auf der Rückseite. Welcher Weg im Betrieb häufiger genutzt wird, vergleichen wir unter NFC-Karte oder QR-Code.

Wie viele Karten und was sie kosten

Eine Karte pro Bezahlstelle ist das Minimum. Sinnvoller ist eine pro Tisch, pro Behandlungsraum, pro Monteur im Fahrzeug — die Karte wirkt dort, wo der Kunde gerade zufrieden ist, nicht drei Tage später per E-Mail.

  • 1 bis 10 Karten: 9,90 € je Karte
  • ab 11 Karten: 8,90 € je Karte
  • ab 21 Karten: 7,90 € je Karte
  • ab 50 Karten: 6,90 € je Karte
  • ab 100 Karten: 5,90 € je Karte
  • ab 250 Karten: 4,90 € je Karte
  • ab 500 Karten: 3,90 € je Karte
  • ab 1.000 Karten: 3,50 € je Karte

Die Staffel gilt für die ganze Bestellung. Ab 10 Karten ist der Versand kostenfrei, darunter kostet er 6,19 €. Bestellungen werktags bis 14 Uhr gehen am selben Tag raus.

Was Sie beim Sammeln nicht tun sollten

Bewertungen müssen auf einer tatsächlichen Erfahrung mit Ihrem Betrieb beruhen. Geld, Rabatte, Freigetränke oder Gratisleistungen als Gegenleistung für eine Bewertung sind nach den Google-Richtlinien nicht erlaubt — und wettbewerbsrechtlich heikel. Auch das gezielte Aussortieren, bei dem nur zufriedene Gäste die Karte bekommen, gehört nicht dazu. Bitten Sie einfach alle, ehrlich zu bewerten. Mehr dazu unter Darf man für eine Google-Bewertung etwas schenken?. Das ist eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Wenn Sie sich das Beschreiben und Testen sparen möchten, finden Sie fertig auf Ihr Profil programmierte Karten unter Google-Bewertungskarte mit NFC.

Quellen

Häufige Fragen

Brauche ich ein bestätigtes Google-Unternehmensprofil?
Ja. Der Rezensionslink stammt aus dem Unternehmensprofil, ohne Profil gibt es ihn nicht. Das Profil ist für Unternehmen kostenfrei und laut IHK eines der einfachsten Mittel, um in der lokalen Suche und auf Google Maps gefunden zu werden.
Muss der Gast eine App installieren?
Nein. Android liest die Adresse vom Chip und öffnet sie direkt über das eingebaute Tag-System. Neuere iPhones erkennen Tags im Hintergrund, solange der Bildschirm an ist, und zeigen eine Benachrichtigung zum Öffnen an.
Warum muss ich den QR-Code am Computer erstellen?
Google erzeugt den QR-Code zum Anfordern von Rezensionen nur im Computerbrowser, nicht auf Mobilgeräten. Richten Sie die Karte also am Rechner ein und testen Sie anschließend mit dem Handy.
Kann jemand meine Karte überschreiben?
Ein offener NFC-Chip ist grundsätzlich beschreibbar. Die NTAG-Reihe bietet dafür eine Read-only-Sperre und einen Passwortschutz mit begrenzbarer Zahl an Fehlversuchen. Wenn Karten frei zugänglich liegen, sollten Sie den Schutz vor dem Einsatz setzen.
Das Handy eines Gastes reagiert nicht — woran liegt das?
Meist an der Hülle oder der Halteposition. Magnetische Cover mit Kartenfach stören die Antenne, bei leuchtendem LED-Cover funktioniert NFC gar nicht. Prüfen Sie außerdem, ob NFC eingeschaltet ist, und halten Sie das Gerät mit der Antennenseite direkt auf die Karte.
Wie viele Karten braucht ein Betrieb?
So viele, wie es Orte mit direktem Kundenkontakt gibt: Kasse, Tisch, Behandlungsraum, Servicefahrzeug. Die Staffel bei Trufy beginnt bei 9,90 € je Karte für 1 bis 10 Stück und sinkt über 8,90 € ab 11 und 7,90 € ab 21 Karten bis auf 3,50 € ab 1.000 Karten.

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