NFC-Karte oder QR-Code — was holt mehr Bewertungen?
Beide führen zur selben Seite. Der Unterschied liegt nicht in der Technik, sondern in der Zahl der Handgriffe – und genau daran entscheidet sich, wie viele Kunden am Ende wirklich etwas schreiben.
NFC braucht einen Handgriff, der QR-Code drei. Dafür funktioniert der QR-Code auf jedem Gerät mit Kamera. Beides schließt sich nicht aus: die NFC-Karte für den Moment am Tresen, der QR-Code dort, wo eine Karte unpraktisch wäre.
Der Unterschied in Handgriffen
Beim QR-Code muss der Kunde: das Handy entsperren, die Kamera öffnen, auf den Code zielen, warten bis er erkannt wird, und dann auf die eingeblendete Benachrichtigung tippen. Fünf Schritte, von denen jeder einzelne schiefgehen kann – schlechtes Licht, verschmutzter Code, eine Kamera-App, die keine Codes liest.
Bei NFC hält der Kunde das Handy an die Karte. Das war es. Ab dem iPhone XS und bei Android mit eingeschaltetem NFC öffnet sich die Seite ohne App.
Diese Differenz klingt klein und ist es nicht. Jeder zusätzliche Schritt kostet Leute – und der Kunde, der gerade zahlt, hat keine Geduld für einen fünften.
Wo der QR-Code die Nase vorn hat
NFC hat eine echte Schwäche: sehr alte Geräte können es nicht. Praktisch betrifft das iPhones vor dem iPhone 7 und Android-Geräte vor etwa 2015 – ein kleiner, aber vorhandener Teil der Kundschaft. iPhone 7 bis X lesen die Karte nicht durch bloßes Anhalten, sondern erst über den NFC-Reader im Kontrollzentrum. Dazu kommen Handys, bei denen NFC in den Einstellungen abgeschaltet ist.
Der QR-Code funktioniert dagegen auf allem, was eine Kamera hat. Er lässt sich außerdem auf Papier drucken, in eine Speisekarte einbauen oder auf einen Aufkleber bringen – überall dort, wo eine Karte unpraktisch wäre.
Unsere Karten arbeiten nur per NFC, einen QR-Code tragen sie nicht. Wer auch Handys ohne NFC erreichen will, stellt einen QR-Code getrennt daneben – etwa auf einen Aufsteller oder den Kassenbon.
Kosten und Haltbarkeit
Ein QR-Code auf Papier ist praktisch kostenlos – hält aber in der Gastronomie keine zwei Wochen. Fett, Feuchtigkeit und Knicke machen ihn unlesbar, und ein unlesbarer Code ist schlimmer als keiner: der Kunde probiert es einmal, es klappt nicht, er versucht es nie wieder.
Eine PVC-Karte kostet je nach Paket zwischen 0,99 € und 6,99 € netto je Stück und übersteht den Alltag. Sie lässt sich abwischen, desinfizieren und liegt flach. Über ein Jahr gerechnet ist sie damit fast immer günstiger als nachgedruckte Flyer.
Ein offen ausliegender QR-Code hat noch eine Schwäche: Er lässt sich überkleben. Ein fremder Aufkleber darüber schickt die Kamera auf eine andere Adresse, und der Kunde merkt es erst, wenn die Seite nicht stimmt. Ein schreibgeschützter NFC-Chip lässt sich so nicht umlenken.
Die Masche heißt Quishing, ein Kunstwort aus QR-Code und Phishing; belegt ist sie bisher vor allem an Parkscheinautomaten und Ladesäulen. Ein Aufsteller im Gastraum ist aber genauso wenig bewacht. Prüfen Sie gedruckte Codes deshalb beim Eindecken mit der Hand, nicht nur mit dem Auge: Eine Kante, die sich anheben lässt, oder ein Aufkleber auf laminiertem Material sind Warnzeichen. Am sichersten steht der Code fest im Druckmaterial statt als einzelner Aufkleber darüber.
Was sich nicht ändern lässt
Eine Sache ist bei beiden gleich, und sie wird oft übersehen: der Link dahinter muss stimmen. Zeigt er auf die Suchergebnisseite statt auf das Bewertungsformular, muss der Kunde noch einmal klicken – und der ganze Vorteil ist dahin.
Wie Sie den richtigen Link finden, steht auf einer eigenen Seite: Google-Bewertungslink erstellen. Bei unseren Karten übernehmen wir das; Sie schicken uns Ihr Profil, wir prüfen den Link vor der Fertigung.
Häufige Fragen
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