Google-Bewertungen sammeln — was wirklich funktioniert

Fast jeder zufriedene Kunde würde eine Bewertung schreiben. Die wenigsten tun es – nicht aus Unwillen, sondern weil im richtigen Moment niemand danach fragt und weil der Weg dorthin zu lang ist. Beides lässt sich ändern, ohne gegen Googles Regeln zu verstoßen.

Kurz gesagt

Fragen Sie alle Kunden, nicht nur die zufriedenen. Bieten Sie nichts dafür. Machen Sie den Weg so kurz wie möglich – jeder zusätzliche Klick halbiert die Zahl der Bewertungen. Alles andere ist Beiwerk.

Der Moment entscheidet, nicht die Bitte

Es gibt in jedem Betrieb einen Augenblick, in dem die Zufriedenheit am höchsten ist: im Restaurant beim Zahlen, im Salon vor dem Spiegel, in der Werkstatt bei der Übergabe, in der Praxis nach der Prophylaxe. Wer genau dann fragt, bekommt Bewertungen. Wer zwei Tage später eine E-Mail schickt, bekommt fast keine.

Das ist der eigentliche Grund, warum E-Mail-Kampagnen so schlecht abschneiden. Nicht weil die Mail schlecht wäre, sondern weil sie den Moment verpasst. Was am Ort und im Moment funktioniert, funktioniert um Größenordnungen besser.

Faustregel aus der Praxis: Wer im richtigen Moment gefragt wird und drei Sekunden braucht, schreibt in etwa jedem zehnten Fall. Wer zwei Tage später eine Mail bekommt, in etwa jedem hundertsten.

Was Google verbietet — und woran Profile scheitern

Googles Richtlinien sind an dieser Stelle eindeutig, und Verstöße kosten nicht einzelne Bewertungen, sondern im schlimmsten Fall das ganze Profil. Verboten ist:

  • Bewertungen kaufen – auch „nur" ein paar zum Anschieben.
  • Gegenleistungen anbieten: Rabatt, Gratisgetränk, Gewinnspiel, Treuepunkte. Auch dann, wenn Sie die Bewertung selbst nicht vorgeben.
  • Nur zufriedene Kunden fragen (im Englischen „review gating"). Wer vorher aussortiert, verstößt gegen die Richtlinien – auch wenn jede einzelne Bewertung echt ist.
  • Bewertungen vom eigenen Gerät oder aus dem eigenen Netzwerk schreiben lassen. Google erkennt das zuverlässiger, als die meisten annehmen.

Auffällig wird ein Profil vor allem durch das Muster: zwanzig Bewertungen an einem Tag, alle fünf Sterne, alle von Konten ohne weitere Aktivität. Ein gesundes Profil wächst unregelmäßig und hat auch mal drei Sterne.

Die Wege im Vergleich

Es gibt vier gängige Wege, und sie unterscheiden sich vor allem darin, wie nah sie am Moment sind und wie viele Schritte sie dem Kunden abverlangen.

  • Mündlich fragen. Kostenlos und wirksam, aber der Kunde muss danach selbst suchen – und genau dort brechen die meisten ab.
  • E-Mail oder SMS. Erreicht viele, trifft aber den Moment nicht. Rechtlich außerdem heikel: eine Bewertungsbitte per Mail ist Werbung und braucht eine Einwilligung.
  • QR-Code auf Flyer oder Aufsteller. Nah am Moment, aber der Kunde muss die Kamera öffnen und zielen. Funktioniert, verliert aber unterwegs Leute.
  • NFC-Karte. Handy anhalten, Seite ist offen. Kein Zielen, keine App, kein Suchen. Der kürzeste Weg, den es derzeit gibt – und der Grund, warum wir sie anbieten.

Was Sie sagen dürfen

Der Satz muss zwei Dinge leisten: er muss alle ansprechen und darf nichts versprechen. Bewährt hat sich etwas in dieser Art:

  • Kein „positive Bewertung", kein „5 Sterne", kein „wenn Sie zufrieden waren".
  • Keine Gegenleistung, auch keine angedeutete.
  • Nicht auswählen, wen Sie fragen – die Karte liegt für alle.

„Wenn Sie zwei Sekunden übrig haben: hier können Sie uns eine Rückmeldung dalassen."

Und wenn schon schlechte Bewertungen dastehen?

Neue Bewertungen zu sammeln verdünnt alte – aber sie verschwinden dadurch nicht. Steht dort etwas Unwahres, eine Verwechslung mit einem anderen Betrieb, eine Bewertung von jemandem, der nie Kunde war, oder eine Beleidigung, dann verstößt sie gegen Googles Richtlinien und lässt sich melden.

Genau das ist unser eigentliches Geschäft: wir prüfen jede Bewertung und stellen begründete Anträge über die offiziellen Wege. Abgerechnet wird nur, was tatsächlich verschwindet – 10 € je entfernter Bewertung, keine Vorauszahlung. Ob gelöscht wird, entscheidet Google, nicht wir.

Häufige Fragen

Wie viele Google-Bewertungen braucht ein Betrieb?
Es gibt keine feste Zahl. Was zählt, ist der Vergleich mit den Wettbewerbern in Ihrer Umgebung: wer deutlich weniger Bewertungen hat als die drei nächsten, wirkt kleiner und wird seltener angeklickt. Ebenso wichtig ist, dass regelmäßig neue dazukommen — ein Profil, dessen letzte Bewertung zwei Jahre alt ist, wirkt geschlossen.
Darf ich Kunden aktiv um eine Bewertung bitten?
Ja. Google erlaubt es ausdrücklich und beschreibt es in den eigenen Hilfeseiten. Verboten ist nur, dafür etwas zu geben oder gezielt nur zufriedene Kunden anzusprechen.
Was passiert, wenn Google einen Verstoß feststellt?
Die Bandbreite reicht vom stillen Entfernen einzelner Bewertungen über einen Hinweis am Profil bis zur Sperrung des Eintrags. Am häufigsten ist das stille Entfernen — man merkt es nur daran, dass die Zahl wieder sinkt.
Wie schnell wirkt sich das aus?
Neue Bewertungen erscheinen meist innerhalb weniger Stunden. Wie schnell sich das auf die Sichtbarkeit in Maps auswirkt, hängt von vielen Faktoren ab und lässt sich seriös nicht versprechen. In der Praxis sieht man Bewegung eher über Wochen als über Tage.

Den kürzesten Weg nehmen

Die NFC-Bewertungskarte liegt auf dem Tresen und ist vor dem Versand auf Ihr Profil programmiert. Handy dranhalten, fertig.

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