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Bewertungskarte mit der Rechnung bringen: so fragen Sie Gäste im Restaurant
Kurz gesagt
Die Bewertungskarte legen Sie obenauf in die Rechnungsmappe, damit der Gast sie beim Zahlen als Erstes sieht. Dazu gehört ein kurzer Satz der Servicekraft — derselbe an jedem Tisch, ohne Vorauswahl und ohne Gegenleistung. Der Rechnungsmoment eignet sich, weil der Gast ohnehin wartet und das Handy meist schon in der Hand hat. Diese Seite zeigt, wann die Karte an den Tisch kommt, was dabei gesagt wird und welche Anreize im Restaurant nicht erlaubt sind.
Bewertungskarte mit der Rechnung bringen: wann im Restaurant der beste Moment ist
Der beste Moment für die Bewertungskarte im Restaurant ist die Übergabe der Rechnung. Die Karte liegt dabei obenauf in der Mappe oder neben dem Bon auf dem Teller. Der Gast wartet in dieser Minute ohnehin auf das Kartenterminal oder das Wechselgeld. Genau diese Wartezeit ist frei — sie wird sonst mit einem Blick aufs Handy gefüllt.
Die beiden anderen üblichen Zeitpunkte sind schwächer. Beim Wechselgeld hat der Gast die Hände voll mit Portemonnaie und Münzen. Beim Verabschieden an der Tür steht er schon im Mantel und will los. Bleibt die Karte dagegen in der Mappe liegen, sieht sie jeder Tisch, auch ohne dass jemand etwas sagt.
Ein fester Platz im Ablauf hilft dem Team mehr als jede Erinnerung. Die Karte gehört zur Rechnungsmappe wie der Kugelschreiber. Wer abkassiert, legt sie zurück, bevor die Mappe an den nächsten Tisch geht.
Was die Servicekraft sagt, wenn sie die Bewertungskarte mit der Rechnung überreicht
Ein Satz reicht, und er ist an jedem Tisch derselbe: „Wenn Sie mögen, hinterlassen Sie uns eine Bewertung bei Google — einfach das Handy kurz an die Karte halten.“ Danach legt die Servicekraft die Mappe hin und geht. Keine Nachfrage, kein Danebenstehen, kein zweiter Anlauf beim Abräumen. Wer drängt, bekommt eher eine knappe Bewertung als eine gute.
- Jeder Tisch wird gleich angesprochen, unabhängig davon, ob der Gast zufrieden wirkt.
- Keine Vorgabe, was in der Bewertung stehen soll, und keine Sternezahl nennen.
- Keine Bewertung am Firmengerät: Der Gast nutzt sein eigenes Handy.
- Sagt der Gast nichts oder legt die Karte weg, bleibt es dabei.
Sinnvoll ist, den Satz einmal im Teammeeting festzulegen und für Aushilfen aufzuschreiben. Dann klingt er an jedem Tisch gleich ruhig. Wie sich die Frage in den übrigen Serviceablauf einfügt, steht in unserem Ratgeber Gäste um eine Google-Bewertung bitten.
Kaffee, Rabatt oder Gewinnspiel für eine Bewertung sind am Zahltisch tabu
Legen Sie der Rechnung nie einen Gratis-Espresso, einen Rabatt oder ein Los für eine Bewertung bei. Die Wettbewerbszentrale sieht in Gutscheinen, Rabatten und Gewinnspielteilnahmen als Anreiz für Kundenbewertungen eine Beeinflussung des Inhalts und ist dagegen vorgegangen. Verbraucher gehen davon aus, dass Bewertende keine Gegenleistung erhalten haben.
Belohnte Bewertungen müssen außerdem als solche gekennzeichnet sein — darauf weist der Verbraucherzentrale Bundesverband hin. Für ein Restaurant heißt das praktisch: Die Karte liegt der Rechnung bei, sonst nichts. Das Trinkgeld bleibt davon unberührt, es hat mit der Bewertung nichts zu tun.
Erlaubt bleibt die schlichte Bitte an alle Gäste. Sie dürfen auf die Bewertungsseite hinweisen, Sie dürfen den Weg dorthin bequem machen. Sie dürfen nur nicht dafür bezahlen — weder mit Geld noch mit einem Getränk. Diese Einordnung ist allgemein gehalten und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.
NFC-Bewertungskarte in der Rechnungsmappe oder QR-Code auf dem Kassenbon?
Am Zahltisch im Restaurant stehen zwei Wege nebeneinander: die NFC-Bewertungskarte in der Rechnungsmappe und ein QR-Code, der auf den Kassenbon gedruckt wird. Beide führen den Gast zur Bewertungsseite, unterscheiden sich aber in Handhabung, Sichtbarkeit und Haltbarkeit.
| Kriterium | NFC-Karte in der Rechnungsmappe | QR-Code auf dem Kassenbon |
|---|---|---|
| Bedienung am Tisch | Handy kurz an die Karte halten, die Bewertungsseite öffnet sich | Kamera öffnen, Code scharf stellen, Hinweis antippen |
| Sichtbarkeit | Liegt obenauf und wird beim Öffnen der Mappe sofort gesehen | Steht zwischen Posten und Summe und wird leicht überlesen |
| Wiederverwendung | Bleibt in der Mappe und geht Tisch für Tisch wieder mit | Wird mit jedem Bon neu gedruckt und meist weggeworfen |
| Voraussetzung beim Gast | NFC muss eingeschaltet sein, sehr alte Handys lesen die Karte nicht | Kamera genügt, bei zerknittertem Bon oder Kerzenlicht scheitert der Scan |
| Aufwand im Betrieb | Einmal bestellen, dann in jede Mappe legen | Kassensystem muss den Code sauber auf jeden Bon drucken |
Beides zusammen schließt sich nicht aus: Die Karte liegt in der Mappe, der Code steht zusätzlich auf dem Bon zum Mitnehmen. Wie der Code auf den Beleg kommt, erklärt die Seite QR-Code auf Kassenbon und Rechnung drucken. Bei offen aufgestellten Codes im Lokal gilt ein Vorbehalt: Die IHK für Oberfranken Bayreuth warnt vor „Quishing“, also vor manipulierten QR-Codes, über die Betrüger eigene Aufkleber kleben. Eine Karte in der Rechnungsmappe liegt nie unbeaufsichtigt im Raum.
Funktioniert die NFC-Bewertungskarte am Tisch mit jedem Gästehandy?
Fast jedes aktuelle Smartphone liest die NFC-Bewertungskarte am Tisch, ohne App und ohne Anmeldung. Neuere iPhones ab dem iPhone XS öffnen die Seite durch bloßes Anhalten; der Bildschirm muss dabei an sein, ein gesperrtes Gerät verlangt vorher das Entsperren. iPhone 7 bis X können NFC lesen, brauchen aber den Zwischenschritt über den NFC-Reader im Kontrollzentrum. Android-Geräte suchen bei entsperrtem Bildschirm laufend nach NFC-Tags, sofern NFC in den Einstellungen eingeschaltet ist.
Der Chip in der Karte arbeitet passiv. Energie und Daten laufen über die Antennenspule, eine Batterie gibt es nicht — die Karte geht also nie aus. NFC wirkt nur auf sehr kurze Distanz, typisch wenige Zentimeter. Internet braucht erst das Handy des Gastes, wenn die Bewertungsseite lädt.
Die Geste selbst kennen viele Gäste schon vom Bezahlen. In einer Bitkom-Befragung von 1.004 Personen ab 16 Jahren gaben 67 Prozent an, in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal mit Smartphone oder Smartwatch bezahlt zu haben. Gäste mit einem Tastenhandy ohne NFC können die Karte nicht lesen; ihnen schicken Sie den Bewertungslink einfach per Nachricht.
Wie viele Bewertungskarten braucht ein Restaurant für den Rechnungsmoment?
Rechnen Sie eine Karte je Rechnungsmappe und legen Sie etwas Reserve dazu. Ein Lokal mit zwölf Mappen kommt mit dem 20er-Paket gut hin, ein größeres Haus mit mehreren Stationen eher mit dem 50er-Paket. Karten verschwinden gelegentlich in Taschen oder landen im Spülbecken — deshalb die Reserve. Zusätzliche Karten gehören an die Kasse und an die Theke.
Die Karten von Trufy gibt es in festen Paketen: Das 20er-Paket kostet 4,99 € netto je Karte, das 50er-Paket 3,99 € netto je Karte (alle Preise netto). Gegebenenfalls anfallende Umsatzsteuer, Einfuhrumsatzsteuer oder Zölle trägt der Käufer. Ab dem 10er-Paket ist der Versand kostenfrei, beim 5er-Paket kostet er 4,90 €. Jede Karte wird vor dem Versand auf das Google-Profil Ihres Betriebs programmiert.
Versendet wird am selben Werktag oder innerhalb von 24 Stunden (werktags) nach Zahlungseingang, mit Sendungsverfolgung direkt aus Tirana mit der albanischen Post. Die Zustellung dauert in der Regel 3 bis 5 Werktage. Gastro-Gruppen verteilen die Karten einer Bestellung auf bis zu 20 Google-Profile, also auf mehrere Häuser. Was auf der Karte selbst steht und wo sie sonst noch Wirkung zeigt, lesen Sie auf der Seite Google-Bewertungskarte fürs Restaurant.
Was tun, wenn nach dem Rechnungsmoment eine schlechte Bewertung kommt?
Antworten Sie auf Kritik sachlich, kurz und ohne Rechtfertigung — mitlesende Gäste entscheiden mit, ob Ihr Haus souverän wirkt. Nennen Sie keine Details zum Besuch und keine Namen von Mitarbeitern. Ein Satz zum Bedauern, ein Satz zur Sache, ein Angebot zum direkten Kontakt genügen. Formulierungen dafür finden Sie unter auf eine negative Restaurantbewertung antworten.
Ehrliche Kritik gehört zu einem glaubwürdigen Profil und bleibt stehen. Etwas anderes sind Bewertungen von Personen, die nie im Lokal waren, Einträge von Mitbewerbern oder Verwechslungen mit einem anderen Betrieb gleichen Namens. Trufy prüft solche Bewertungen kostenlos und kümmert sich nur um Einträge, die gegen Googles Richtlinien verstoßen; über die Entfernung entscheidet Google. Abgerechnet wird nur bei Erfolg, mit 10 € je tatsächlich entfernter Bewertung.
Wer regelmäßig neue, echte Stimmen sammelt, federt einzelne Ausreißer ohnehin besser ab. Wenn Sie den Rechnungsmoment dafür nutzen möchten, finden Sie die passenden Pakete bei den NFC-Google-Bewertungskarten.
- Wettbewerbszentrale: „Gekaufte“ Kundenbewertungen
- Wettbewerbszentrale: Gewinnspiel gegen Bewertung
- vzbv: Verbraucher müssen sich auf Bewertungsportale verlassen können
- Apple Developer: Adding Support for Background Tag Reading
- Android Developers: NFC basics
- Bitkom: Zwei Drittel zahlen mit Smartphone oder Smartwatch
- IHK für Oberfranken Bayreuth: Vorsicht vor Quishing
Häufige Fragen
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