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Google Maps zeigt wenig Besucher: was Interessenten daraus schließen
Kurz gesagt
Wenig angezeigte Besucher in Google Maps bedeuten nicht, dass bei Ihnen wenig los ist: Die Anzeige beruht auf Standortdaten von Smartphones, deren Übermittlung freigegeben ist. Gemessen wird damit ein Teil Ihrer Gäste, nicht jeder Gast. Interessenten lesen den Balken trotzdem als Hinweis auf die Auslastung. Steuern können Sie die Anzeige nicht — wohl aber alles andere im Profil: Fotos, Öffnungszeiten, Antworten auf Kritik und die Zahl echter Bewertungen.
Warum Google Maps bei Ihrem Betrieb wenig Besucher anzeigt
Die Besucheranzeige in Google Maps beruht auf Standortdaten von Smartphones, nicht auf einer Zählung Ihrer Gäste. Karten- und Navi-Apps greifen dafür auf die Standortdaten anderer Geräte zu — vorausgesetzt, dort ist die Übermittlung anonymer Standortdaten aktiviert (Bitkom). Wer diese Freigabe nicht erteilt hat, taucht in der Datenbasis nicht auf.
Nur ein Teil der Nutzer gibt den Standort überhaupt frei. Laut einer Umfrage im Auftrag von Bitkom teilt ein Drittel der Smartphone-Besitzer per Internet den Standort, um ortsbezogene Dienste zu nutzen. 21 Prozent tun das, um sich Geschäfte, Gaststätten oder Dienstleistungen in der Nähe anzeigen zu lassen.
Auch die Standortfunktionen im Google-Konto sind nicht überall eingeschaltet. Die Funktion „Zeitachse“, die regelmäßig den aktuellen Standort speichert, ist laut Stiftung Warentest standardmäßig deaktiviert und muss erst aktiviert werden. Für Ihr Profil heißt das: Der Balken bildet eine Teilmenge Ihrer Besucher ab.
Was Interessenten aus wenig angezeigten Besuchern schließen — und was daran täuscht
Ein dünner oder fehlender Frequenzbalken liest sich für Interessenten wie „da ist nichts los“. Angaben zur Auslastung sind für viele Menschen inzwischen ein selbstverständlicher Teil der Entscheidung. In einer Umfrage im Auftrag von Bitkom wünschten sich 51 Prozent eine digitale Anzeige auf dem Smartphone, die über die aktuelle Auslastung von Innenstädten informiert.
Der Blick in die Karten-App ist dabei Routine geworden. 33 Prozent der Auto- und Motorradfahrenden informieren sich über Google Maps, Apple Maps und ähnliche Apps über die Verkehrslage — ein Jahr zuvor waren es 20 Prozent (Befragung im Auftrag von Bitkom). Wer so selbstverständlich auf Live-Angaben schaut, deutet auch einen leeren Balken als Information.
Die Balken zeigen gemessene Geräte, nicht gezählte Gäste. Ein kleiner Betrieb mit wenigen Messpunkten je Stunde erscheint leerer, als er ist. Das ist eine Eigenschaft der Datenbasis und kein Urteil über Ihren Betrieb — als Einordnung gemeint, nicht als Auskunft darüber, wie Google im Einzelfall rechnet.
Wenig angezeigte Besucher oder schlechte Bewertungen: was wiegt beim Interessenten schwerer?
Beide Signale stehen im selben Google-Profil nebeneinander, wirken auf Interessenten aber völlig unterschiedlich. Die Übersicht zeigt, worin sich wenig angezeigte Besucher und schlechte Bewertungen unterscheiden.
| Kriterium | Wenig angezeigte Besucher | Schlechte Bewertungen |
|---|---|---|
| Woher die Angabe stammt | Aus Standortdaten von Smartphones, auf denen die Übermittlung freigegeben ist | Aus Sternen und Texten einzelner Menschen |
| Was der Interessent liest | Eine Vermutung über die Auslastung zu einer Uhrzeit | Eine konkrete Aussage über Service, Ware oder Preis |
| Einfluss des Betriebs | Kein direkter Einfluss, die Anzeige entsteht aus Messdaten fremder Geräte | Antworten, neue echte Bewertungen, Prüfung unzulässiger Einträge |
| Wie lange es nachwirkt | Verändert sich mit der Frequenz und dem Messverhalten der Geräte | Bleibt im Profil sichtbar, solange die Bewertung dort steht |
| Sinnvoller nächster Schritt | Andere Signale stärken: Fotos, Öffnungszeiten, aktuelle Bewertungen | Sachlich antworten und unzulässige Einträge prüfen lassen |
Die Bewertung wiegt für Interessenten schwerer, weil sie etwas behauptet. Ein leerer Balken sagt nur, dass wenige Geräte gemessen wurden. Eine 1-Stern-Bewertung sagt, dass jemand unzufrieden war — und sie bleibt sichtbar, bis sie verschwindet.
Lässt sich die Besucheranzeige im Google-Profil korrigieren oder abschalten?
Die Besucheranzeige tragen Sie nicht ein und ändern Sie nicht wie eine Öffnungszeit. Sie entsteht aus Messdaten fremder Geräte, nicht aus Angaben des Betriebs. Warum bei manchen Profilen gar keine Stoßzeiten erscheinen, lesen Sie in Stoßzeiten werden nicht angezeigt.
Alles andere im Profil steuern Sie dagegen selbst. Die IHK Schwaben nennt ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil die digitale Visitenkarte für Handel, Gastronomie und Dienstleister — wer dort nicht stattfinde, bleibe für lokale Kunden oft unsichtbar. Der DEHOGA Bundesverband hält in einem Standpunktpapier fest, dass positive Online-Bewertungen dazu führen können, dass mehr Gäste ein Lokal besuchen.
- Aktuelle Fotos von Räumen, Ware und Team
- Öffnungszeiten, auch für Feiertage und Betriebsferien
- Sachliche Antworten auf Kritik, die künftige Kunden mitlesen
- Zahl und Aktualität echter Bewertungen
- Klare Trennung der Kennzahlen: Profilaufrufe, Website-Besucher und Laufkundschaft sind drei verschiedene Dinge
Echte Bewertungen als Gegengewicht zum leeren Frequenzbalken sammeln
Gegen einen leeren Frequenzbalken hilft kein Eingriff in die Anzeige, sondern ein lebendiges Bewertungsprofil. Je mehr Bewertungen vorliegen, desto differenzierter und glaubwürdiger wird das Bild, schreibt die Verbraucherzentrale: Fünf Bewertungen mit im Schnitt drei Sternen sagen mehr als eine einzelne Fünf-Sterne-Bewertung. Wenige Datenpunkte erzeugen auch hier ein schiefes Bild — ob bei Sternen oder bei gemessenen Geräten.
Im Alltag scheitert es meist am Moment des Fragens. Eine NFC-Bewertungskarte im Scheckkartenformat (85,5 × 54 mm) wird vor dem Versand auf Ihr Google-Profil programmiert und liegt an Theke, Tresen oder Empfang. Neuere iPhones ab dem iPhone XS öffnen die Bewertungsseite durch bloßes Anhalten. Beim iPhone 7 bis X läuft das über den NFC-Reader im Kontrollzentrum, bei Android muss NFC in den Einstellungen eingeschaltet sein.
- 10er-Paket: 5,99 € je Karte netto, 59,90 € — ab dem 10er-Paket versandkostenfrei
- 20er-Paket: 4,99 € je Karte netto, 99,80 €
- Große Mengen: ab 0,99 € je Karte netto im 10.000er-Paket
- 5er-Paket: 4,90 € Versand, 6,99 € je Karte netto
- Versand am selben Werktag oder innerhalb von 24 Stunden (werktags) nach Zahlungseingang, mit Sendungsverfolgung direkt aus Tirana mit Posta Shqiptare; die Zustellung dauert in der Regel 3 bis 5 Werktage
Handys ganz ohne NFC, etwa Tastenhandys, lesen die Karte nicht. Solchen Gästen schicken Sie den Bewertungslink zum Beispiel per Nachricht. Welche Bewertung ein Gast schreibt, entscheidet er selbst. Gegebenenfalls anfallende Umsatzsteuer, Einfuhrumsatzsteuer oder Zölle trägt der Käufer.
Wenn zusätzlich eine unzulässige Bewertung den Eindruck drückt
Nicht jede schlechte Bewertung in einem Google-Profil stammt von einem Kunden. Typisch sind Einträge von Personen, die nie Kunde waren, Bewertungen aus dem Umfeld von Mitbewerbern und Verwechslungen mit einem gleichnamigen oder benachbarten Betrieb. Zusammen mit einem leeren Frequenzbalken entsteht daraus ein Bild, das mit Ihrem Alltag wenig zu tun hat. Ein Profil ganz ohne Bewertungen wirkt übrigens ähnlich dünn — dazu wirkt ein Unternehmen ohne Bewertungen unseriös?
Trufy prüft solche Bewertungen kostenlos und kümmert sich um Einträge, die gegen Googles Richtlinien verstoßen. Ehrliche, sachliche Kritik gehört nicht dazu. Abgerechnet wird nur bei Erfolg: 10 € je tatsächlich entfernter Bewertung, ohne Vorauszahlung und ohne Grundgebühr. Über die Entfernung entscheidet Google, eine Erfolgsgarantie gibt es nicht.
Wenn Sie wissen möchten, ob in Ihrem Profil solche Bewertungen stehen, schicken Sie uns Ihren Betrieb über das Kontaktformular — die Prüfung kostet nichts.
- Bitkom: Jeder dritte Smartphone-Nutzer teilt seinen Standort mit
- Bitkom: Stau in den Sommerferien – Navi-Apps gewinnen an Bedeutung
- Stiftung Warentest: Verlauf bei Google Maps
- Bitkom: Digitale Angebote machen Innenstädte attraktiver
- Verbraucherzentrale: Kann man Online-Bewertungen trauen?
- IHK Schwaben: Google Unternehmensprofil
- DEHOGA Bundesverband: Digitale Angebote – Chancen und Risiken (PDF)
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