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Bewertungen löschen 03.10.2026 • 7 Min. Lesezeit

Von Trufy • Mit KI-Unterstützung erstellt, redaktionell geprüft

Profilaufrufe, Website-Besucher und Laufkundschaft auseinanderhalten

Kurz gesagt

Profilaufrufe, Website-Besucher und Laufkundschaft klingen ähnlich, messen aber drei verschiedene Dinge. Profilaufrufe zählt Google am Unternehmensprofil, Website-Besucher zählt Ihr Analyse-Werkzeug auf Ihrer eigenen Seite, und Laufkundschaft wird vor Ort erhoben. Die drei Zahlen lassen sich nicht ineinander umrechnen. Vergleichbar ist nur die Richtung, in die sie sich entwickeln.

Was zählen Profilaufrufe im Google-Unternehmensprofil?

Profilaufrufe zählen Sichtkontakte mit Ihrem Google-Eintrag, keine Kunden. Das Google-Unternehmensprofil ist für Unternehmen kostenfrei und bietet unter anderem die Bereiche Fotos, Statistiken, Shop und Nutzer (IHK Schwaben). In der Suche erscheinen Telefonnummer, Website, Adresse und Öffnungszeiten direkt. Über die Standortangabe startet die Routen-Funktion in Google Maps (IHK Saarland).

Viele Nutzer erledigen alles schon im Profil. Sie prüfen die Öffnungszeiten, rufen an oder lassen sich den Weg zeigen. Ihre Website öffnen sie dabei nie. Solche Kontakte tauchen in keiner Website-Statistik auf.

Ein Aufruf beschreibt außerdem einen Vorgang, keinen Menschen. Dieselbe Person kann mehrere Aufrufe auslösen, morgens einen und abends noch einen. Aus der Zahl der Profilaufrufe folgt deshalb keine Zahl von Interessenten.

Warum zeigt die Website-Statistik weniger Besucher als das Google-Profil Aufrufe?

Die Website-Statistik zählt weniger, weil sie an einem anderen Ort misst und nicht jeden erfasst. Zwei Gründe kommen zusammen.

Erstens klickt nicht jeder vom Profil auf die Website weiter. Telefonnummer, Öffnungszeiten und Route stehen bereits im Eintrag (IHK Saarland). Wer nur das sucht, verlässt Google nie.

Zweitens zählt ein Analyse-Werkzeug nur mit, wofür eine Einwilligung vorliegt. Website-Betreiber werten das Nutzungsverhalten mit Tracking- und Analyse-Tools aus. Dabei werden regelmäßig Informationen auf dem Endgerät gespeichert oder ausgelesen. Nach Auffassung der Datenschutzaufsichtsbehörden sind die meisten marktüblichen Tools für den Betrieb einer Website nicht unbedingt erforderlich und deshalb grundsätzlich einwilligungspflichtig (IHK Regensburg).

Ihre Besucherzahl ist damit systematisch unvollständig. Wer die Einwilligung ablehnt, fehlt in der Statistik. Hinzu kommt: Jedes Analyse-Werkzeug bringt eigene Kennzahlen mit, mit eigenen Definitionen und eigenen Erhebungsmethoden (Bitkom). Zwei Tools auf derselben Seite können deshalb zwei verschiedene Zahlen ausgeben.

Diese Einordnung ist allgemein gehalten und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Für die Frage, welches Analyse-Werkzeug auf Ihrer Website eine Einwilligung braucht, ist Ihr Datenschutzhinweis maßgeblich.

Wie wird Laufkundschaft gemessen — und was sagt die Zahl aus?

Laufkundschaft wird als Passantenfrequenz erhoben, also als Zahl der Fußgänger in einem festgelegten Bereich und Zeitraum. Für Handel, Gastronomie, Dienstleistungen, Stadtmarketing und Kommunen ist das eine Orientierung, um Entwicklungen zu erkennen und Öffnungszeiten, Aktionen oder Veranstaltungen zu planen (SIHK zu Hagen).

Gemessen wird heute über Handydaten oder Lasersysteme. Die SIHK zu Hagen erfasst seit November 2023 an 26 Messstellen in zwölf Kommunen anonym über Signale mobiler Endgeräte. Gezählt wird also, wer vorbeigeht. Ob jemand Ihren Laden betritt, steckt in dieser Zahl nicht.

Wie belastbar Passantenzahlen sind, hat auch die amtliche Statistik geprüft. Das Statistische Bundesamt wertete Mobilfunkdaten aus und berechnete einen Passantenfrequenzindex, um saisonale Schwankungen auszuschalten. Der Zusammenhang zwischen Passantenfrequenz und der Entwicklung in Handel und Gastronomie war außerhalb pandemiebedingter Einbrüche nicht sehr stark. Zum 31.12.2025 wurden die Untersuchungen eingestellt, weitere Daten erscheinen nicht (Destatis).

Lassen sich Profilaufrufe, Website-Besucher und Laufkundschaft miteinander verrechnen?

Nein — die drei Zahlen erfassen drei verschiedene Gruppen an drei Orten mit drei Methoden. Wer sie gegeneinander rechnet, bekommt eine Quote ohne Aussage.

  • Profilaufrufe: gezählt von der Plattform, bevor jemand Ihre Website oder Ihren Betrieb erreicht.
  • Website-Besucher: gezählt von Ihrem Analyse-Werkzeug auf Ihrer eigenen Seite — und nur bei erteilter Einwilligung.
  • Laufkundschaft: gezählt an einer Messstelle im öffentlichen Raum, meist über Signale mobiler Endgeräte oder Lasersysteme.

Missverständnisse entstehen in der Praxis häufig schon bei der Definition von Kennzahlen, weil jedes Analyse-Werkzeug eigene Kennzahlensets mitbringt (Bitkom). Bei drei getrennten Messsystemen gilt das erst recht. Sinnvoll vergleichen lässt sich nur die Entwicklung über die Zeit, nicht der Betrag.

Merksatz für Ihre Auswertung: Aufrufe sind Vorgänge, Besucher sind gemessene Geräte oder Sitzungen, Passanten sind Menschen auf der Straße. Betrachten Sie jede Zahl für sich und achten Sie auf ihre Richtung über mehrere Monate. Eine Umrechnung zwischen den dreien gibt es nicht.

Warum steigen die Profilaufrufe, während weniger Kunden kommen?

Zwischen Profilaufruf und Besuch im Betrieb fällt eine Entscheidung, die keine der drei Statistiken abbildet. Etwa ein Drittel der Suchanfragen im Internet hat einen regionalen Bezug, und fast drei Viertel der Personen, die online nach lokalen Unternehmen suchen, besuchen das gefundene Unternehmen auch tatsächlich (IHK Karlsruhe). Der Weg von der Suche zur Tür ist also real. Gemessen wird er an keiner Stelle vollständig.

Bewertungen sitzen genau in dieser Lücke. Für 55 Prozent der Onlineshopper sind Kundenbewertungen die wichtigste Informationsquelle vor dem Kauf; das ergab eine repräsentative Befragung im Auftrag des Bitkom von Oktober/November 2020. Bei der Wahl eines neuen Restaurants oder Cafés sind Online-Bewertungen für 30 Prozent das wichtigste Kriterium, so eine Bitkom-Befragung von 1.005 Personen ab 16 Jahren aus dem Jahr 2024.

Eine unfaire Bewertung senkt deshalb die Zahl der Gäste, ohne die Profilaufrufe zu senken. Das Profil wird weiter angesehen, die Entscheidung fällt nur anders aus. Mehr dazu, wie Sterne und Umsatz zusammenhängen, lesen Sie unter Sterneschnitt, Umsatz und Sichtbarkeit. Wenn Aufrufe hoch bleiben und trotzdem nichts passiert, hilft auch viele Aufrufe, aber keine Anrufe weiter.

Woran erkennen Sie, dass unechte Bewertungen Ihre Zahlen verzerren?

Unechte Bewertungen erkennen Sie an Mustern, nicht am einzelnen Text. Misstrauisch machen ungewöhnlich knappe oder übertrieben begeisterte Einträge mit wenigen konkreten Details, Häufungen ähnlicher Formulierungen und sehr viele Einträge in kurzer Zeit. Echte Bewertungen enthalten meist persönliche Eindrücke, gemischte Erfahrungen und auch kleinere Kritik. Aufschlussreich ist zudem das Profil des Verfassers: Wer keine nachvollziehbare Historie hat, ist weniger vertrauenswürdig (Stiftung Warentest).

Bestimmte Arten von Bewertungen sind grundsätzlich nicht zulässig. Dazu zählen Einträge von Personen, die nie Kunde waren, Bewertungen von Mitbewerbern und Verwechslungen mit einem anderen Betrieb. Eine Übersicht dazu finden Sie unter unfaire und auffällige Bewertungen erkennen, die Merkmale im Detail unter Fake-Bewertungen erkennen.

Trufy prüft Ihre Bewertungen kostenlos. Abgerechnet wird nur bei Erfolg, mit 10 € je tatsächlich entfernter Bewertung. Es gibt keine Vorauszahlung und keine Grundgebühr. Über jede einzelne Bewertung entscheidet Google; Trufy löscht nicht selbst, und ehrliche Kritik lässt sich nicht entfernen.

Welche Auswertung bringt mehr als der Vergleich der drei Zahlen?

Nützlicher als der Vergleich ist eine kleine Zahl vorab festgelegter Kennzahlen. Erfolgsmessung setzt voraus, dass Kennzahlen definiert, gemessen und bewertet werden; bei neuen Kanälen kommt ein ausreichender Testzeitraum hinzu (IHK Südlicher Oberrhein). Legen Sie also fest, was Sie sehen wollen, bevor Sie in die Statistiken schauen.

  • Handlungen statt Aufrufe betrachten: Anrufe, Routenanfragen und Website-Klicks am Profil.
  • Jede Zahl im Zeitverlauf lesen, zum Beispiel Monat gegen Vorjahresmonat, statt zwei Quellen gegeneinander.
  • Neue Kunden direkt fragen, wie sie auf Ihren Betrieb gekommen sind — das schließt die Lücke, die keine Statistik füllt.
  • Bewertungen regelmäßig durchsehen, weil sie zwischen Profilaufruf und Besuch wirken.

Wenn in Ihrem Profil Einträge stehen, die auffällig wirken, lässt sich das ohne Kosten klären: Eine Prüfung über das Kontaktformular ist kostenlos, bezahlt wird nur bei Erfolg.

Quellen

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Aufrufen und Besuchern?
Ein Aufruf ist ein einzelner Vorgang, ein Besucher eine gemessene Person beziehungsweise ein Gerät. Dieselbe Person kann mehrere Aufrufe auslösen. Hinzu kommt, dass jedes Analyse-Werkzeug eigene Definitionen und Erhebungsmethoden mitbringt (Bitkom). Zahlen aus zwei Systemen sind deshalb nicht direkt vergleichbar.
Warum zeigt mein Google-Profil mehr Aufrufe als meine Website Besucher?
Weil das Profil Kontakte vor dem Website-Besuch zählt. Telefonnummer, Adresse und Öffnungszeiten erscheinen direkt in der Suche, die Route startet aus dem Eintrag heraus (IHK Saarland). Wer das nutzt, öffnet Ihre Website nie und fehlt in deren Statistik.
Brauche ich eine Einwilligung, um Website-Besucher zu zählen?
Nach Auffassung der Datenschutzaufsichtsbehörden sind die meisten marktüblichen Analyse-Tools für den Betrieb einer Website nicht unbedingt erforderlich und damit grundsätzlich einwilligungspflichtig (IHK Regensburg). Ihre Besucherzahl enthält deshalb nur die Nutzer, die zugestimmt haben. Das ist eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung.
Kann ich Profilaufrufe und Laufkundschaft miteinander vergleichen?
Als Quote nicht. Laufkundschaft wird als Passantenfrequenz an Messstellen erhoben, meist über Handydaten oder Lasersysteme (SIHK zu Hagen). Das Statistische Bundesamt fand außerhalb pandemiebedingter Einbrüche keinen starken Zusammenhang zwischen Passantenfrequenz und der Entwicklung im Handel und stellte die Auswertung zum 31.12.2025 ein.
Warum steigen meine Aufrufe, aber nicht meine Kundenzahl?
Zwischen Aufruf und Besuch liegt die Entscheidung des Interessenten, und die sieht man in keiner der drei Zahlen. Bewertungen wirken genau dort: Für 55 Prozent der Onlineshopper sind Kundenbewertungen die wichtigste Informationsquelle vor dem Kauf (Bitkom, Befragung Oktober/November 2020). Ein schlechter Eindruck senkt die Kundenzahl, ohne die Aufrufe zu senken.
Woran erkenne ich, dass eine Bewertung nicht echt ist?
Auffällig sind sehr knappe oder überschwängliche Texte ohne konkrete Details, ähnliche Formulierungen in Serie und viele Einträge in kurzer Zeit. Auch ein Verfasserprofil ohne nachvollziehbare Historie ist ein Warnzeichen (Stiftung Warentest). Echte Bewertungen enthalten meist persönliche Eindrücke und auch kleinere Kritik.
Was sind Profilaufrufe?
Profilaufrufe sind die Male, die Ihr Google-Unternehmensprofil in der Suche oder in Maps angesehen wurde. Gezählt wird dabei der Vorgang, nicht die Person: Dieselbe Person kann an einem Tag mehrere Aufrufe auslösen. Ein Aufruf sagt auch nichts darüber aus, ob jemand danach anruft, sich den Weg zeigen lässt oder Ihren Betrieb betritt.

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