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Bewertungen sammeln 24.10.2026 • 6 Min. Lesezeit

Von Trufy • Mit KI-Unterstützung erstellt, redaktionell geprüft

NTAG213 oder NTAG215: welcher NFC-Chip für einen Google-Bewertungslink reicht

Kurz gesagt

Für einen Google-Bewertungslink reicht der NTAG213. Er bietet 144 Byte frei nutzbaren Speicher, und ein einzelner Link belegt davon nur einen kleinen Teil. Nehmen Sie den NTAG213, wenn genau ein Ziel auf der Karte liegen soll; nehmen Sie den NTAG215 oder NTAG216, wenn mehrere Datensätze auf denselben Chip sollen, etwa eine vCard mit Kontaktdaten zusätzlich zum Link.

NTAG213, NTAG215 und NTAG216 im Vergleich: was sich wirklich unterscheidet

Zwischen NTAG213, NTAG215 und NTAG216 unterscheidet sich im Wesentlichen die Speichergröße. Lesbarkeit, Reichweite und Haltbarkeit sind nach Herstellerangaben über die ganze Baureihe gleich.

KriteriumNTAG213NTAG215 und NTAG216
Frei nutzbarer Speicher144 Byte504 Byte beim NTAG215, 888 Byte beim NTAG216
Platz für den Link (NDEF)144 Byte, genug für einen Bewertungslink496 bzw. 872 Byte, Platz für mehrere Datensätze
Lesereichweitebis zu 100 mm, abhängig von Antenne und Feldstärkebis zu 100 mm, dieselben Werte wie beim NTAG213
Normen und LesbarkeitNFC Forum Type 2 Tag, ISO/IEC 14443 Typ Adieselben Normen, kein Unterschied beim Lesen
Haltbarkeit10 Jahre Datenerhalt, 100.000 Schreibzyklen10 Jahre Datenerhalt, 100.000 Schreibzyklen
Typischer Einsatzein einzelner Link, etwa die BewertungsseitevCard, sehr lange Adressen, mehrere Datensätze

NDEF ist das Format, in dem ein Link auf einem NFC-Chip abgelegt wird. Ein paar Byte davon gehen für Verwaltungsdaten drauf, deshalb nennt NXP für die drei Chips 144, 496 und 872 Byte NDEF-Speicher.

Wie viele Zeichen passen auf einen NTAG213?

Ein NTAG213 hat 144 Byte frei nutzbaren Speicher, und im NDEF-Format belegt jedes Zeichen einer Webadresse rund ein Byte. Dazu kommen einige Byte für den Datensatz selbst. Damit bleibt Platz für eine Adresse mit weit über hundert Zeichen.

Ein Google-Bewertungslink liegt deutlich darunter. Er besteht aus einer kurzen Adresse mit einer Kennung für Ihr Unternehmensprofil. Selbst mit einer Weiterleitung über eine eigene Domain bleibt der Speicher des NTAG213 reichlich bemessen.

Knapp wird es erst bei den kleineren Geschwistern der Baureihe. Der NTAG210 hat 48 Byte, der NTAG212 hat 128 Byte frei nutzbaren Speicher. Bei sehr langen Adressen mit angehängten Parametern kann das zu wenig sein.

Wann der NTAG213 für eine Google-Bewertungskarte reicht

Der NTAG213 passt, wenn auf der Karte genau ein Ziel liegt: die Bewertungsseite Ihres Betriebs. Das ist der Normalfall an der Theke, am Empfang, im Behandlungszimmer oder im Taxi. Der Gast hält sein Handy an die Karte, der Browser öffnet die Bewertungsseite.

  • Restaurant oder Café: eine Karte je Tisch, alle mit demselben Link
  • Friseursalon oder Kosmetikstudio: eine Karte je Arbeitsplatz
  • Werkstatt oder Handwerksbetrieb: Karte am Tresen oder im Fahrzeug
  • Praxis: Karte am Empfang, mehrfach pro Tag im Einsatz

Mehr Speicher bringt in diesen Fällen keinen Vorteil. Ein NTAG215 wird nicht schneller gelesen und nicht aus größerer Entfernung erkannt. Er kostet je Chip mehr, und das fällt bei größeren Stückzahlen ins Gewicht. Die NFC-Bewertungskarten von Trufy nutzen deshalb den NTAG213.

Wann NTAG215 oder NTAG216 die bessere Wahl sind

NTAG215 und NTAG216 lohnen sich, sobald mehr als ein Link auf den Chip soll. Mit 504 bzw. 888 Byte frei nutzbarem Speicher tragen sie auch größere Inhalte. Typisch sind diese Fälle:

  • Eine vCard mit Name, Firma, Telefonnummer, E-Mail und Adresse — ein Kontaktdatensatz braucht deutlich mehr Platz als ein Link
  • Mehrere Datensätze auf einem Chip, etwa Bewertungslink und Website
  • WLAN-Zugangsdaten für Gäste zusätzlich zu einer Adresse
  • Sehr lange Adressen mit vielen angehängten Parametern
  • Chips, die später für wechselnde Inhalte weiterverwendet werden sollen

Für eine klassische NFC-Visitenkarte ist der größere Speicher also sinnvoll. Wo eine Karte beides können soll, hilft der Vergleich NFC-Visitenkarte oder NFC-Bewertungskarte. Bei reinen Bewertungskarten bleibt der Mehrspeicher ungenutzt.

Hängt die Lesereichweite vom NTAG-Typ ab?

Die Lesereichweite hängt nicht vom Chiptyp ab. NXP nennt für NTAG213, 215 und 216 denselben Betriebsabstand von bis zu 100 mm. Maßgeblich sind Feldstärke des Lesegeräts und Antennengeometrie der Karte, nicht die Speichergröße.

In der Praxis entscheidet die Umgebung über die Reichweite. Metall unter der Karte stört das Feld, dicke Handyhüllen kosten Abstand, und die NFC-Antenne sitzt je nach Handymodell an einer anderen Stelle. Samsung nennt genau diese Punkte in seiner Fehlersuche zu NFC.

NFC überträgt ohnehin nur über wenige Zentimeter. Der Chip in der Karte hat keine Batterie: Er wird vom Handy per Funkfeld mit Energie versorgt und sendet erst dann Daten zurück. Karte und Gerät müssen deshalb kurz zusammengehalten werden.

Welche Handys lesen eine NTAG213-Karte?

Eine NTAG213-Karte lesen fast alle Smartphones der letzten Jahre — und zwar genauso gut wie eine NTAG215-Karte. Alle drei Chips erfüllen dieselbe Norm, NFC Forum Type 2 Tag. Welches Modell verbaut ist, merkt der Gast nicht.

Bei Apple gilt eine Modellgrenze: Das Lesen im Hintergrund ohne App gibt es ab iPhone XS, XS Max und XR. Vorausgesetzt sind ein eingeschalteter Bildschirm und ein einmaliges Entsperren nach dem Neustart. Ältere iPhones ab dem iPhone 7 lesen NFC-Tags über den NFC-Reader im Kontrollzentrum.

Bei Android muss NFC in den Einstellungen oder über die Schnelleinstellungen aktiv sein. Das System wertet beim Scan den ersten Datensatz aus und übergibt eine Webadresse an den Browser. Mehr dazu steht unter NFC-Karte mit iPhone und Android.

Schreibschutz bieten alle drei Chips gleichermaßen. NXP nennt für NTAG213, 215 und 216 einen 32-Bit-Passwortschutz sowie Lock-Bits, mit denen sich Speicherseiten dauerhaft auf Nur-Lesen setzen lassen. Eine Originality Signature ab Werk weist zusätzlich nach, dass ein echter NXP-Chip verbaut ist.

Ohne gesetzte Sperre bleibt der Chip neu beschreibbar. NXP gibt 100.000 Schreibzyklen und 10 Jahre Datenerhalt an — bei beiden Werten ist zwischen NTAG213 und NTAG215 kein Unterschied dokumentiert. Zieht Ihr Betrieb um oder ändert sich das Google-Profil, lässt sich dieselbe Karte neu programmieren.

Wer Karten offen im Gastraum auslegt, sollte über den Schreibschutz nachdenken. Welche Risiken dahinterstehen, steht unter NFC-Karte gegen Überschreiben schützen.

Nehmen Sie den NTAG213, wenn auf der Karte nur der Google-Bewertungslink liegt. 144 Byte reichen dafür mit Abstand, und Sie zahlen keinen Speicher, den niemand nutzt.

Nehmen Sie den NTAG215, wenn zusätzlich eine vCard, WLAN-Daten oder ein zweiter Datensatz auf denselben Chip sollen. Den NTAG216 brauchen Sie erst bei besonders umfangreichen Inhalten. Für Kundenfeedback ist das selten der Fall.

Wenn Sie keine Chips selbst beschreiben möchten, kommen die Google-Bewertungskarten mit NTAG213-Chip bereits auf Ihr Google-Profil programmiert an.

Quellen

Häufige Fragen

Reicht ein NTAG213 für einen Google-Bewertungslink?
Ja. Der NTAG213 hat 144 Byte frei nutzbaren Speicher, ein einzelner Link belegt davon nur einen Bruchteil. Mehr Speicher bringt beim Lesen keinen Vorteil.
Was ist der Unterschied zwischen NTAG213 und NTAG215?
Der Unterschied liegt praktisch nur im Speicher: 144 Byte beim NTAG213, 504 Byte beim NTAG215. Normen, Betriebsabstand, Datenerhalt und Schreibzyklen sind laut NXP gleich. Ein Handy liest beide Chips identisch.
Wie viele Zeichen passen auf einen NTAG213?
Im NDEF-Format belegt jedes Zeichen einer Webadresse etwa ein Byte, dazu kommen wenige Byte Verwaltung. Bei 144 Byte bleibt Platz für eine Adresse mit weit über hundert Zeichen. Ein Google-Bewertungslink liegt klar darunter.
Liest ein iPhone einen NTAG215 besser als einen NTAG213?
Nein. Beide Chips erfüllen dieselbe Norm, NFC Forum Type 2 Tag. Entscheidend ist das iPhone-Modell: Hintergrundlesen ohne App gibt es ab iPhone XS, XS Max und XR, bei eingeschaltetem Bildschirm und nach einmaligem Entsperren seit dem Neustart.
Kann man einen NTAG213 mehrfach neu beschreiben?
Ja, solange kein Schreibschutz gesetzt ist. NXP gibt für die Baureihe 100.000 Schreibzyklen und 10 Jahre Datenerhalt an. Nach einem Umzug oder einem Profilwechsel lässt sich dieselbe Karte auf ein neues Ziel programmieren.
Hängt die Reichweite einer NFC-Karte vom Chiptyp ab?
Nein. NXP nennt für NTAG213, 215 und 216 denselben Betriebsabstand von bis zu 100 mm. Ausschlaggebend sind Feldstärke und Antennengeometrie sowie Störfaktoren wie Metall unter der Karte oder eine dicke Handyhülle.

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