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Wie viele Kunden schreiben eine Google-Bewertung?
Kurz gesagt
Es gibt keine belegte Zahl dafür, wie viele von 100 Kunden eine Google-Bewertung schreiben. Belegt ist nur die Bereitschaft: Je nach Branche geben 17 bis 52 Prozent der Befragten an, überhaupt schon einmal online bewertet zu haben. Der tatsächliche Rücklauf pro Besuch liegt deutlich darunter, weil Umfragen nach „schon einmal“ fragen und nicht nach jedem einzelnen Kundenkontakt. Diese Seite ordnet die belegten Werte ein, erklärt die Verzerrung und zeigt, wie Sie Ihre eigene Quote in zehn Minuten ausrechnen.
Wie viele Kunden eine Google-Bewertung schreiben: eine feste Quote gibt es nicht
Eine belegte Quote nach dem Muster „so viele von 100 Kunden schreiben eine Google-Bewertung“ existiert nicht. Google veröffentlicht keine Rücklaufzahlen pro Betrieb. Offizielle Erhebungen in Deutschland messen etwas anderes. Sie fragen Menschen, ob sie überhaupt schon einmal online bewertet haben.
Das ist eine Bereitschaft, keine Rücklaufquote. Zahlen wie „2 von 100“ kursieren trotzdem im Netz. Sie stammen meist aus nicht überprüfbaren Auswertungen einzelner Anbieter. Verlässlich ist am Ende nur ein Wert: die Quote aus Ihrem eigenen Betrieb.
Bewertungsbereitschaft je Branche: zwischen 17 und 52 Prozent der Befragten
Je nach Branche geben 17 bis 52 Prozent der Befragten an, selbst Online-Bewertungen zu schreiben. Die Werte stammen aus repräsentativen Befragungen von Bitkom Research. Sie beschreiben Personen, nicht einzelne Besuche.
- Reisen und Unterkünfte: 52 Prozent derjenigen, die online buchen, schreiben auch selbst Bewertungen (1.003 Befragte ab 16 Jahren, Juni 2020).
- Restaurants und Cafés: 39 Prozent geben an, nach einem Besuch häufiger selbst Online-Bewertungen zu schreiben (1.005 Befragte ab 16 Jahren).
- Arbeitgeber: 25 Prozent der Internetnutzer haben den eigenen Arbeitgeber schon einmal online bewertet, am aktivsten die 30- bis 49-Jährigen mit 32 Prozent.
- Ärzte und medizinische Einrichtungen: 17 Prozent haben schon einmal selbst eine Bewertung abgegeben.
Der Abstand zwischen Gastronomie und Praxis ist groß. Wer eine Arztpraxis führt, darf mit deutlich weniger Rückmeldungen rechnen als ein Café mit gleicher Kundenzahl. Für die eigene Planung heißt das: Vergleichen Sie sich mit Betrieben Ihrer Branche, nicht mit einem Hotel.
Warum Umfragewerte den Rücklauf an Google-Bewertungen überschätzen
Umfragewerte zur Bewertungsbereitschaft liegen über dem, was ein Betrieb tatsächlich an Bewertungen bekommt. Drei Gründe erklären den Abstand:
- Gefragt wird nach „schon einmal“, nicht nach „bei jedem Besuch“. Wer vor zwei Jahren ein Hotel bewertet hat, zählt weiter mit.
- Selbstauskunft schönt. Sich als aufmerksamer, mitteilsamer Kunde zu beschreiben, fällt leichter, als es im Alltag zu sein.
- Aktives Schreiben im Netz bleibt Minderheitenverhalten. 59 Prozent der 16- bis 74-Jährigen in Deutschland nutzen soziale Medien aktiv, 2021 waren es 47 Prozent.
Eine ältere Bitkom-Befragung zeigt die Größenordnung je Kategorie deutlicher. 2013 hatten 26 Prozent der Internetnutzer ein Hotel oder eine Reise bewertet und 16 Prozent ein Restaurant. Für Online-Shops waren es 8 Prozent, für Dienstleistungen wie Mobilfunk oder Mietwagen 9 Prozent. Diese Werte liegen näher an dem, was ein einzelner Betrieb erlebt.
Für Google-Bewertungen gibt es keine allgemeingültige Rücklaufquote pro 100 Kunden. Planen Sie nicht mit Umfragewerten aus dem Netz. Zählen Sie stattdessen Ihre eigenen neuen Bewertungen pro Monat und setzen Sie diese Zahl ins Verhältnis zu Ihren Kundenkontakten.
Zufriedene Kunden schreiben seltener als verärgerte — das verzerrt Ihre Sterne
Wer eine Bewertung schreibt, tut das meist nach einem Ausschlag nach oben oder unten. Von den Menschen, die Online-Bewertungen verfassen, tun das 80 Prozent bei besonders negativen Erfahrungen und 76 Prozent bei besonders positiven. Der normale, gute Besuch bleibt unkommentiert.
Für Ihr Google-Profil hat das zwei Folgen. Der Sternedurchschnitt bildet die Stimmung Ihrer Kunden verzerrt ab, weil die zufriedene Mitte schweigt. Und wenige wütende Stimmen wiegen schwer, solange insgesamt wenige Bewertungen vorliegen.
Den größten Effekt hat deshalb nicht die Jagd nach Lob, sondern der stille Mittelbau. Machen Sie das Bewerten für alle Kunden gleich einfach. Wer auswählt, wen er fragt, verstößt gegen die Regeln der Plattformen.
So berechnen Sie, wie viele Ihrer Kunden tatsächlich eine Bewertung schreiben
Ihre eigene Rücklaufquote errechnen Sie aus zwei Zahlen: neue Google-Bewertungen im Monat und Kundenkontakte im selben Monat. Das dauert zehn Minuten und ersetzt jede geschätzte Branchenzahl.
- Zahl der Bewertungen am Monatsanfang notieren und am Monatsende erneut ablesen. Die Differenz sind Ihre neuen Bewertungen.
- Kundenkontakte desselben Monats zusammenzählen: Kassenbons, Termine, belegte Tische, abgeschlossene Aufträge.
- Neue Bewertungen durch Kundenkontakte teilen und mit 100 multiplizieren. Das ist Ihre Quote pro 100 Kunden.
- Drei Monate ohne Änderung messen. Danach eine Maßnahme einführen und drei weitere Monate messen.
Die Zahl fällt fast immer niedriger aus als erwartet. Nützlich ist sie trotzdem, weil sie Veränderungen sichtbar macht. Wie viele Bewertungen ein Profil überhaupt braucht, lesen Sie unter wie viele Google-Bewertungen ein Betrieb braucht.
Was mehr Google-Bewertungen bringt — und wo die Grenze beim Sammeln liegt
Mehr Bewertungen entstehen, wenn der Weg zur Bewertungsseite kurz ist und im richtigen Moment angeboten wird. Eine NFC-Karte speichert dafür eine Internetadresse im Chip. NFC steht für Nahfeldkommunikation, also Datenübertragung über wenige Zentimeter. Hält ein Gast sein Handy an die Karte, öffnet sich die Seite automatisch, ohne App und ohne Tippen.
Auf iPhones funktioniert dieses Antippen ohne geöffnete App ab iPhone XS und XR. Das Gerät muss entsperrt sein, und die Kamera oder Apple Pay dürfen nicht aktiv sein. Ältere Geräte erreichen Sie mit einem QR-Code getrennt von der Karte, etwa auf dem Kassenbon. 40 Prozent der Verbraucher rufen bereits Produktinfos per Barcode oder QR-Code ab.
Verboten bleibt der Weg über Gegenleistungen. Rabatte oder Gratisgetränke für positive Bewertungen sind ein bekannter Beschwerdefall der Verbraucherschützer und verstoßen gegen die Regeln der Plattformen. Das ist eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung. Mehr dazu, was erlaubt ist, steht unter Google-Bewertungen sammeln und wo die Karte im Betrieb wirkt.
Wenn Sie den Weg für alle Kunden gleich kurz machen wollen, finden Sie Aufbau und Preise auf der Seite zur NFC-Google-Bewertungskarte.
- Bitkom: Restaurants und Cafés – für knapp ein Drittel sind Online-Bewertungen entscheidend
- Bitkom: 7 von 10 Urlaubern lesen vor der Buchung Online-Bewertungen
- Bitkom: Mehr als die Hälfte liest Arzt-Bewertungen im Internet
- Bitkom: Jeder Dritte liest Arbeitgeber-Bewertungen online
- Bitkom: Online-Bewertungen liegen im Trend
- Statistisches Bundesamt: 59 % der Bevölkerung zwischen 16 und 74 Jahren nutzen aktiv soziale Medien
- vzbv: Positive Online-Bewertungen gegen Belohnung
- Bitkom: Von QR-Code bis Webcam – wie digitale Technologien den Lebensmitteleinkauf transparenter machen
- Apple Developer: Adding Support for Background Tag Reading
- NXP Community: NDEF-Nachricht auf NFC-Tags
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