Von Trufy • Mit KI-Unterstützung erstellt, redaktionell geprüft
Als Handwerksbetrieb mehr Google-Bewertungen bekommen
Kurz gesagt
Als Handwerksbetrieb bekommen Sie mehr Google-Bewertungen, wenn Sie direkt nach der Abnahme fragen, einen Hinweis auf die Rechnung setzen und beim Kunden eine NFC-Karte hinhalten. Der stärkste Moment ist der vor Ort: Der Kunde hat sein Handy in der Tasche, die Arbeit ist frisch, das Gespräch läuft ohnehin. Diese Seite zeigt, wie Sie diese drei Punkte im Alltag eines Betriebs umsetzen. Sie zeigt außerdem, was beim Sammeln nicht erlaubt ist — Rabatte, Gutscheine und Gewinnspiele gegen eine Bewertung gehören dazu.
Warum Google-Bewertungen für einen Handwerksbetrieb über den Anruf entscheiden
Google-Bewertungen entscheiden mit, welchen Handwerksbetrieb ein Kunde anruft. Laut einer Bitkom-Befragung nutzen 65 Prozent der Befragten Kundenbewertungen als Entscheidungshilfe vor dem Kauf. Sie liegen damit vor Preisvergleichsportalen. Die Zahl bezieht sich auf Kaufentscheidungen allgemein, nicht speziell auf Handwerksleistungen.
Der Ablauf ist bei Heizung, Dach oder Elektrik trotzdem ähnlich. Jemand sucht „Elektriker“ plus Ortsname und sieht zuerst Sterne und die Anzahl der Bewertungen. Ein Betrieb mit zwölf Bewertungen wirkt neben einem mit hundertzwanzig schnell wie die zweite Wahl. Wer selten fragt, sammelt vor allem die Stimmen der Unzufriedenen — die melden sich von allein.
Bewertungen sind für einen Handwerksbetrieb also kein Marketing-Extra. Sie sind die Vorauswahl, bevor jemand überhaupt zum Telefon greift.
Nach der Abnahme fragen: der beste Moment im Handwerk
Die Abnahme ist der natürlichste Moment, um im Handwerk um eine Google-Bewertung zu bitten. Bei der Abnahme billigt der Kunde das Werk als im Wesentlichen vertragsgemäß, Mängel werden im Protokoll festgehalten. Das erklärt die Verbraucherzentrale Kunden auch so. Sie stehen dann gemeinsam vor der fertigen Arbeit und sprechen ohnehin über das Ergebnis.
Sagen Sie es kurz und ohne Druck. Ein Satz reicht: „Wenn Sie mögen, hinterlassen Sie uns eine ehrliche Bewertung bei Google. Lob oder Kritik — uns hilft beides.“ Danach halten Sie die Karte hin oder legen sie neben das Protokoll.
Fragen Sie jeden Kunden gleich, auch den, der beim Termin wenig gesagt hat. Nur die sichtbar Zufriedenen anzusprechen, ist Vorauswahl und verstößt gegen Googles Richtlinien zu authentischen Rezensionen. Wer alle fragt, bekommt ein Bild, das zum Betrieb passt.
Wichtig ist die Wiederholung. Drei Monteure, die nach jeder Abnahme einmal fragen, bringen mehr als eine einmalige Aktion im Büro.
Wie ein Hinweis auf der Rechnung Bewertungen bringt
Die Rechnung ist das eine Dokument, das jeder Kunde eines Handwerksbetriebs wirklich liest. Kunden haben Anspruch auf eine detaillierte Rechnung, sie prüfen Positionen und Stunden. Eine kurze Zeile am Ende erreicht deshalb fast jeden Auftraggeber.
Setzen Sie den Hinweis unter den Zahlungsteil, nicht in die Kopfzeile. Ein QR-Code daneben spart dem Kunden das Abtippen. Er führt direkt auf die Bewertungsseite Ihres Google-Profils. Wie Sie so einen Code erzeugen und in welcher Größe er zuverlässig scannt, steht unter QR-Code für Google-Bewertungen erstellen.
- Eine Zeile, ein Satz, keine Werbefläche
- QR-Code mindestens so groß, dass er aus 20 Zentimetern Abstand scannt
- Neutral formulieren: um eine ehrliche Rückmeldung bitten, nicht um Sterne
- Keine Kopplung an Skonto, Rabatt oder Nachlass
Bei digitalen Rechnungen als PDF funktioniert derselbe Hinweis als anklickbarer Link. Der Kunde tippt ihn direkt am Handy an.
Wie die NFC-Bewertungskarte beim Kunden vor Ort funktioniert
Eine NFC-Bewertungskarte ist eine Karte im Scheckkartenformat mit einem Funkchip, der die Adresse Ihrer Google-Bewertungsseite enthält. NFC steht für Nahfeldkommunikation, eine Funktechnik über wenige Zentimeter. Der Kunde hält sein Handy an die Karte und landet auf der Bewertungsseite Ihres Betriebs. Eine App braucht er dafür nicht.
Android-Geräte suchen nach NFC-Tags, sobald der Bildschirm entsperrt ist und NFC in den Einstellungen aktiv ist. Neuere iPhones lesen Tags im Hintergrund, wenn der Bildschirm an ist, und zeigen eine Benachrichtigung zum Antippen. Ein Handy ganz ohne NFC, etwa ein Tastenhandy, liest die Karte nicht; solchen Kunden schicken Sie den Bewertungslink einfach per Nachricht. Mehr dazu steht unter Funktioniert eine NFC-Bewertungskarte mit jedem Handy?.
Im Handwerk gehört die Karte dorthin, wo der Kundenkontakt stattfindet. Eine ins Fahrzeug, eine in den Werkzeugkoffer, eine ins Klemmbrett mit dem Abnahmeprotokoll. So ist sie da, wenn der Moment passt.
Die Trufy-Karte misst 85,5 × 54 Millimeter und enthält einen NTAG213-Chip. Sie wird vor dem Versand auf Ihr Google-Profil programmiert. Die Karte führt zur Bewertungsseite; welche Bewertung der Kunde schreibt, entscheidet er selbst.
Rabatt, Gutschein oder Gewinnspiel für eine Bewertung: warum das für Handwerksbetriebe ausfällt
Bieten Sie niemals eine Gegenleistung für eine Google-Bewertung an. Google untersagt Anreize wie Zahlungen, Rabatte oder kostenlose Leistungen für das Veröffentlichen einer Rezension. Bei Verstößen drohen Einschränkungen des Unternehmensprofils, die Entfernung der Bewertungen und ein Warnhinweis im Profil.
Das Thema ist auch wettbewerbsrechtlich heikel. Die Wettbewerbszentrale hat in den Jahren 2022 und 2023 insgesamt 72 Beanstandungsfälle zu „gekauften“ Kundenbewertungen bearbeitet, bei denen Gutscheine, Rabatte oder sonstige Anreize im Spiel waren. In 19 Fällen mahnte sie wegen Irreführung ab. Verbraucher gehen davon aus, dass ein Rezensent nichts dafür bekommen hat.
- Kein Nachlass auf die Rechnung gegen eine Bewertung
- Kein Gewinnspiel, an dem nur Bewertende teilnehmen
- Keine kostenlose Zusatzleistung als Dankeschön für Sterne
- Keine Bewertungen kaufen und keine selbst schreiben lassen
Was Sie hier lesen, ist eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung im Einzelfall. Eine vertiefte Übersicht finden Sie unter Darf man für eine Google-Bewertung etwas schenken?.
Darf ein Handwerksbetrieb per E-Mail oder WhatsApp um eine Bewertung bitten?
Eine Bitte um eine Bewertung per E-Mail ist heikler als die Frage vor Ort. Der Verbraucherzentrale Bundesverband weist darauf hin, dass bei Werbe-E-Mails das Unternehmen die vorherige Einwilligung des Verbrauchers beweisen muss.
Für einen Handwerksbetrieb heißt das praktisch: Eine dokumentierte Einwilligung gehört in den Auftrag, bevor Sie Nachrichten verschicken. Ohne diese Grundlage tragen Sie das Risiko. Dasselbe Problem stellt sich bei Nachrichten über Messenger.
Genau deshalb sind das persönliche Gespräch bei der Abnahme, die Zeile auf der Rechnung und die Karte in der Hand die einfacheren Wege. Sie brauchen keine Einwilligung für eine Nachricht, weil Sie keine schicken. Diese Einordnung ist allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung.
Was tun, wenn eine Bewertung nicht von einem Kunden Ihres Betriebs stammt?
Manche Bewertungen bei einem Handwerksbetrieb stammen gar nicht von echten Kunden. Google verlangt, dass Rezensionen auf tatsächlichen Erfahrungen beruhen und authentisch sind. Nicht zulässig sind unter anderem Bewertungen ohne eigene Erfahrung mit dem Betrieb, bezahlte Rezensionen und koordinierte Beiträge über mehrere Konten.
Im Handwerk kommen typische Fälle dazu. Eine Verwechslung mit einem Betrieb ähnlichen Namens im Nachbarort. Ein Nachbar, der sich über den Baulärm ärgert, aber nie Kunde war. Oder ein Mitbewerber, der einen Stern setzt.
Ehrliche, sachliche Kritik lässt sich dagegen nicht entfernen, auch nicht bei einem Stern. Auf solche Bewertungen antworten Sie am besten knapp, freundlich und ohne Details zum Auftrag. Bei auffälligen Bewertungen prüft Trufy Ihr Profil kostenlos; berechnet werden 10 € je tatsächlich entfernter Bewertung, und nur bei Erfolg. Über Google entscheidet am Ende Google, eine Garantie gibt es nicht. Branchenbezogenes dazu steht unter Google Bewertungen löschen für Handwerk und Gewerbe.
Wenn Sie beim nächsten Auftrag eine Karte dabeihaben wollen, finden Sie die NFC-Google-Bewertungskarte mit Preisen und Mengenstaffel im Shop.
- Bitkom: Kundenbewertungen sind wichtigste Kaufhilfe
- Verbraucherzentrale: Handwerker – was bei einem Auftrag zu beachten ist
- Wettbewerbszentrale: „Gekaufte“ Kundenbewertungen – Beanstandungen und Abmahnungen
- Google: Wie Google mit gefälschten Rezensionen umgeht
- Google: Neueste Maßnahmen für hilfreiche, von Nutzer*innen bereitgestellte Inhalte
- vzbv: E-Mail-Werbung – Unternehmen muss Einwilligung des Verbrauchers beweisen
- Android Developers: NFC-Grundlagen
- Apple Developer: Adding Support for Background Tag Reading
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