← Bewertungskarten: Kauf, Gestaltung und Platzierung
Bewertungen sammeln 27.09.2026 • 7 Min. Lesezeit

Von Trufy • Mit KI-Unterstützung erstellt, redaktionell geprüft

NFC-Karte selbst programmieren oder fertige Bewertungskarte kaufen?

Kurz gesagt

Eine NFC-Karte für Google-Bewertungen können Sie selbst programmieren. Sie brauchen leere Karten mit NTAG-Chip, eine Schreib-App auf dem Handy und Ihren Google-Bewertungslink, der als NDEF-Datensatz auf den Chip geschrieben wird. Eine fertig gekaufte Bewertungskarte kommt dagegen schon auf das Google-Profil programmiert an. Welcher Weg passt, entscheiden die Stückzahl, der gewünschte Schreibschutz und die Frage, wer den Aufwand tragen soll. Diese Seite zeigt beide Wege mit ihren technischen Grenzen.

Wie programmieren Sie eine NFC-Karte für Google-Bewertungen selbst?

Selbst programmieren heißt: Sie schreiben Ihren Google-Bewertungslink als NDEF-Nachricht auf einen leeren NFC-Chip. NDEF ist das Datenformat des NFC Forums, eine Nachricht besteht aus einem oder mehreren Datensätzen. Für eine Bewertungskarte genügt ein einziger Datensatz mit der Web-Adresse. Android unterstützt das Arbeiten mit NDEF-Nachrichten am weitesten.

  • Leere Karten mit NTAG-Chip im gewünschten Format
  • Ein Smartphone mit NFC, zum Schreiben am bequemsten ein Android-Gerät
  • Eine Schreib-App, zum Beispiel die Hersteller-App NFC TagWriter by NXP
  • Ihren fertigen Bewertungslink — wie Sie ihn bekommen, steht unter Google-Bewertungslink erstellen
  • Eine Lese-App zum Gegenprüfen, etwa NFC TagInfo by NXP

Schreiben Sie zuerst eine einzelne Karte und testen Sie sie an einem fremden Handy. Erst danach beschriften Sie den Rest der Charge. Wer viele Karten mit unterschiedlichen Inhalten braucht, kann im TagWriter auch aus einer CSV-Datei heraus schreiben.

Reicht der Speicher eines NTAG213 für einen Google-Bewertungslink?

Der kleinste gängige Chip reicht für eine Bewertungskarte aus. NTAG213, NTAG215 und NTAG216 sind NFC-Forum-Type-2-konforme Chips mit 144, 504 beziehungsweise 888 Byte Nutzerspeicher. Ein einzelner Kurz-Link belegt davon nur wenige Dutzend Byte.

Mehr Speicher lohnt erst, wenn mehrere Datensätze auf einen Tag sollen, etwa Link plus Textbaustein. Für die reine Weiterleitung auf Ihre Google-Bewertungsseite ist das unnötig. Die NFC-Bewertungskarte von Trufy nutzt ebenfalls einen NTAG213.

Achten Sie beim Einkauf leerer Karten darauf, welcher Chip verbaut ist. Die Chipbezeichnung steht im Datenblatt des Herstellers, nicht auf der Karte. Eine Lese-App zeigt Ihnen Typ und freien Speicher eines Tags an.

Kann jeder eine selbst programmierte NFC-Karte überschreiben?

Solange ein Chip nicht gesperrt ist, kann ihn jedes Smartphone mit Schreib-App neu beschreiben. Für Karten, die offen auf dem Tresen liegen, ist das ein Punkt, den Sie mitdenken sollten. Bei MIFARE Ultralight und der NTAG-Familie lässt sich der Inhalt dauerhaft in den Read-only-Zustand versetzen. Danach ist der Datensatz weder überschreibbar noch formatierbar.

Im NFC TagWriter sitzt die Funktion unter „Protect tags“ als „Lock tag“. Eine vollständige Sperre betrifft mehrere Ebenen: die Read/Write-Angabe im Capability Container, statische und dynamische Lock-Bytes sowie den Configuration Lock. Zusätzlich bieten diese Chips einen 32-Bit-Passwortschutz für Schreib- oder Lesezugriff.

Die Sperre ist bei MIFARE Ultralight und NTAG nicht rückgängig zu machen. Prüfen Sie den geschriebenen Link vorher an mehreren Handys. Eine gesperrte Karte lässt sich später nicht auf ein anderes Google-Profil umschreiben.

Verhalten sich iPhone und Android bei einer NFC-Bewertungskarte gleich?

iPhone und Android lesen dieselbe Karte, zeigen dem Gast aber Unterschiedliches. Das iPhone liest NDEF-Tags im Hintergrund, wenn die Nachricht einen URL-Datensatz enthält. Verarbeitet wird dabei nur der erste gefundene URL-Datensatz. Das Gerät muss seit dem Start einmal entsperrt worden sein, das Display muss an sein.

Nicht gelesen wird laut Apple, solange eine Core-NFC-Session läuft, Wallet oder Apple Pay aktiv ist, die Kamera genutzt wird oder das Gerät im Flugmodus steht. Bei Erfolg erscheint ein Pop-up aus dem Benachrichtigungszentrum. Der Gast muss also tippen, keine App installieren.

Unter Android 16 löst ein Tag mit Web-Link den ACTION_VIEW-Intent aus. Ab Android 17 erscheint zuerst eine „Open link“-Benachrichtigung, der Link öffnet sich erst nach ausdrücklicher Nutzerinteraktion. Rechnen Sie also mit einem zusätzlichen Tipp. Die Karte selbst sollte deshalb erklären, was nach dem Auflegen passiert.

Bei Samsung-Geräten wird NFC unter Einstellungen, Verbindungen, „NFC und kontaktlose Zahlungen“ eingeschaltet. Gelesen wird mit dem unteren Rückseitenbereich des Geräts, bei eingeschaltetem und entsperrtem Display. Mehr dazu unter Funktioniert eine NFC-Bewertungskarte mit jedem Handy?. Die Geste ist vielen vertraut: 59 Prozent der Menschen in Deutschland haben laut Bitkom-Befragung vom Juni 2024 in den zwölf Monaten davor kontaktlos mit Smartphone oder Smartwatch bezahlt.

Warum löst eine NFC-Karte auf dem Metalltresen nicht aus?

Metall in der Nähe einer NFC-Antenne kostet Reichweite. Es erzeugt Wirbelströme, absorbiert Leistung und verstimmt die Antenne, Induktivität und Güte sinken. Standard-Tags sind nicht für den Einsatz auf Metall gebaut. Abhilfe schafft eine Ferritabschirmung, die mindestens die gesamte Antennenfläche abdeckt.

Im Betrieb betrifft das genau die Stellen, an denen eine Bewertungskarte gern landet: Kassenblech, Metalltresen, Kartenterminal oder ein Aufsteller mit Metallfuß. Legen Sie die Karte zum Test einmal auf Holz und einmal auf Metall. Den Unterschied merken Sie sofort. Welche Plätze sich sonst bewähren, steht unter Wo die NFC-Bewertungskarte im Betrieb wirklich Wirkung zeigt.

Was darf auf einer selbst programmierten Bewertungskarte stehen?

Die Karte darf zur Bewertungsseite führen, aber keine Gegenleistung versprechen. Gutscheine, Rabatte oder die Teilnahme an einem Gewinnspiel als Dank für eine Bewertung werden als irreführend beanstandet. Verbraucher gehen davon aus, dass Bewertungen ohne Gegenleistung entstehen. Die Wettbewerbszentrale registrierte 2022/2023 72 Beschwerden zu Werbung mit „gekauften“ Kundenbewertungen und beanstandete 19 Fälle als irreführend.

Formulieren Sie den Aufdruck deshalb neutral. Ein Hinweis wie „Handy auflegen und uns auf Google bewerten“ reicht. Sprechen Sie nicht nur die Gäste an, bei denen Sie mit Lob rechnen. Eine Karte, die für alle sichtbar am Tresen liegt, löst dieses Problem von selbst.

Dieser Abschnitt ist eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragen Sie jemanden, der Ihren Fall kennt.

Wann lohnt sich das Selbstprogrammieren, wann die fertige Karte?

Selbst programmieren lohnt sich, wenn Sie wenige Karten brauchen und Material, Druck und Chip selbst bestimmen wollen. Sie behalten die Karten in der Hand und können den Inhalt ändern, solange der Chip offen ist. Der Aufwand steigt aber mit jeder Karte: Blankokarten kaufen, Druck organisieren, jeden Chip einzeln beschreiben und gegenlesen.

Die fertige Bewertungskarte spart diese Schritte. Die Karte von Trufy hat Scheckkartenformat, 85,5 × 54 mm, und einen NTAG213-Chip. Sie wird vor dem Versand auf das Google-Profil des Kunden programmiert. Sie arbeitet nur per NFC, einen QR-Code hat sie nicht.

  • 1 bis 10 Karten: 9,90 € je Karte
  • ab 11 Karten: 8,90 €, ab 21 Karten: 7,90 €, ab 50 Karten: 6,90 €
  • ab 100 Karten: 5,90 €, ab 250 Karten: 4,90 €
  • ab 500 Karten: 3,90 €, ab 1.000 Karten: 3,50 €
  • Versandkostenfrei ab 10 Karten, darunter 6,19 € Versand
  • Versand am selben Tag bei Bestellung werktags bis 14 Uhr

Rechnen Sie Blankokarten, Druck und Ihre eigene Arbeitszeit gegen den Kartenpreis. Wenn Sie das Programmieren nicht selbst übernehmen möchten, finden Sie die fertig vorbereitete Google-Bewertungskarte mit NFC im Shop.

Quellen

Häufige Fragen

Brauche ich zum Beschreiben einer NFC-Karte eine App?
Ja, zum Schreiben brauchen Sie eine NFC-App auf dem Handy. Android unterstützt das Arbeiten mit NDEF-Nachrichten am weitesten, Hersteller-Apps sind NFC TagWriter by NXP zum Schreiben und NFC TagInfo by NXP zum Prüfen. Ihre Gäste brauchen zum Lesen dagegen keine App.
Welcher Chip gehört in eine Google-Bewertungskarte?
Ein NTAG213 mit 144 Byte Nutzerspeicher reicht für eine Bewertungskarte aus, weil ein einzelner Kurz-Link nur wenige Dutzend Byte belegt. NTAG215 und NTAG216 bieten 504 beziehungsweise 888 Byte und lohnen erst bei mehreren Datensätzen.
Kann ich eine gesperrte NFC-Karte später wieder ändern?
Nein. Bei MIFARE Ultralight und der NTAG-Familie lässt sich der Read-only-Zustand nicht zurücknehmen. Ein gesperrter Datensatz ist weder überschreibbar noch formatierbar. Prüfen Sie den Link deshalb vor dem Sperren an mehreren Geräten.
Warum öffnet sich der Link auf manchen Android-Handys nicht sofort?
Ab Android 17 erscheint beim Scannen eines Tags mit Web-Link zuerst eine „Open link“-Benachrichtigung. Der Link öffnet sich erst nach ausdrücklicher Nutzerinteraktion. Unter Android 16 löst ein Web-Link bereits den ACTION_VIEW-Intent aus statt der früheren NDEF-Verarbeitung.
Was kostet eine fertig programmierte NFC-Bewertungskarte bei Trufy?
Bei 1 bis 10 Karten kosten sie 9,90 € je Karte, ab 11 Karten 8,90 €, ab 100 Karten 5,90 € und ab 1.000 Karten 3,50 €. Ab 10 Karten ist der Versand kostenfrei, darunter kostet er 6,19 €. Bestellungen werktags bis 14 Uhr gehen am selben Tag raus.
Darf ich einen Rabatt versprechen, wenn jemand die Karte nutzt?
Nein. Gutscheine, Rabatte oder Gewinnspielplätze als Gegenleistung für eine Bewertung werden als irreführend beanstandet, weil Verbraucher unbeeinflusste Bewertungen erwarten. Halten Sie den Aufdruck neutral und bitten Sie ohne Belohnung um eine ehrliche Rückmeldung.

Mehr echte Google-Bewertungen

NFC-Bewertungskarte, fertig programmiert auf Ihr Google-Profil. Ab 10 Karten versandkostenfrei.

Karten ansehen →
Jetzt anrufen

Kostenlose Erstanalyse Ihrer Google-Bewertungen